Bau eines Staukanals

Bepflanzung am neuen Staukanal
Bauarbeiten am neuen Staukanal Glems
Bauarbeiten Staukanal Glems
Außengelände am Staukanal
Innenansicht des neuen Staukanals
Innenansicht des neuen Staukanals
Auslaufbauwerk in die Glems
Auslaufbauwerk in die Glems
Mauer zum Staukanal
Bau Staukanal
Platte für den Staukanal
Anlieferung Platte für Staukanal
Bau des Staukanals
Bau zum Staukanal im Schnee
Betonteil Staukanal
Skizze des Staukanals
Kran mit Staukanalelementen
Baggern beim Staukanal
Böschung
Baggern für den Staukanal
Übersichtstafel Staukanalbau
Skizze Staukanal

Verlängerung des Staukanals zum Hochwasserschutz

Die Gemeinde Schwieberdingen war in den vergangenen Jahren von Hochwasser- und Starkregenereignissen betroffen. Vor allem im Jahr 2010 kam es aufgrund des Hochwassers zu hohen Sachschäden an Privateigentum und öffentlichen Gebäuden. Zahlreiche Maßnahmen wurden seit dem Jahr 2010 bereits umgesetzt.

Im Sommer 2020 wurde mit dem Bau eines Staukanals glemsabwärts begonnen. Diese Schutzmaßnahme dient dazu, um bei künftigen Hochwassern im Bereich der Vaihinger Straße eine Stauung des Glemswassers bis in die angrenzende Ortskanalisation und Kellern sowie Ortsdurchfahrt zu vermeiden. Für diese Maßnahme fallen rund 5,2 Millionen Euro an. Der Eingriff dient zur Vermeidung von Sachschäden bei zukünftigen Hochwasser- und Starkregenereignissen. Die Maßnahme wird aufgrund des Eingriffs in die Natur in enger Abstimmung mit dem Landratsamt Ludwigsburg umgesetzt - diese haben die Maßnahmen auch vollumfänglich genehmigt. Darüber hinaus hat die Gemeinde eine Begleitung durch Beauftragung eines Fachbüros vorgenommen. Dieses begleitet die Maßnahmen aus naturschutzrechtlicher Sicht bis hin zur Wiederherstellung der Natur bzw. Umsetzung einer Bepflanzung.

Das Projekt

Schwieberdingen gilt als besonders hochwassergefährdet, deshalb wurde es im "Leitfaden Kommunales Starkregenrisikomanagement in Baden-Württemberg" der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg aufgenommen.

Hauptursachen des Hochwassers:

1. Bei Hochwasser fließt im Fluss Glems deutlich mehr Wasser als sonst. Dieses Wasser fließt von Nachbarkommunen wie beispielsweise Ditzingen oder Münchingen in die Glems ein. Bei Hochwasser tritt die Glems im Bereich des Rathauses vor den Fußgängerbrücken über ihre Ufer und hat so 2010 die Ortsmitte geflutet und zahlreiche Schäden in und an Gebäuden verursacht.

2. Bereits bei einem 10-jährigen Hochwasser fließt Glemswasser in das vorhandene Regenüberlaufbecken Brühl an der Vaihinger Straße. Ab einem Glemswasserstand von 250,00 m überflutet die Glems die Überlaufrinne des Staukanals und staut sich in der angrenzenden Ortskanalisation. Über die Schachtbauwerke und Straßeneinläufe kommt das Wasser dann wieder an die Oberfläche und überflutet die umliegenden Straßen und Grundstücke. Beim Hochwasser 2010 lag der Wasserstand der Glems bei einer Höhe von 251,83 m.

Mit dem Bau des neuen Regenüberlaufbeckens an der Glems und der Verlängerung des Staukanals wird diese Problematik künftig verhindert.

Bauzeitenplan

Beginn: 08/2020 - bis voraussichtlich 10/2021

Kontakt

Gemeinde Schwieberdingen
Eberhard Keller
Bauamt
Schloßhof 1
71701 Schwieberdingen
Telefon: 07150 305-144