Aktion Gute Fee - mehr Sicherheit und Schutz für Kinder!

Wenn Kinder alleine unterwegs sind, kann so allerhand passieren: Sie fallen hin und brauchen ein Pflaster für ihre Wunde. Oder: Sie verlaufen sich und wollen kurz mit ihren Eltern telefonieren. Kinder sind auf unsere Hilfe angewiesen, sie brauchen verlässliche AnsprechpartnerInnen für ihre kleineren und größeren Probleme. Aus diesem Grund wurde die Bürgeraktion "Gute Fee" gegründet. Die Idee ist einfach: Einzelhändler und Gewerbetreibende kleben das Aktions-Logo (siehe Abbildung rechts) mit der "Guten Fee" auf ihre Schaufenster und Türen: Wo dieses Symbol hängt, wissen die Kinder, dass sie dort von vertrauenswürdigen Erwachsenen Hilfe bekommen. Sie finden Unterstützung in denjenigen Geschäften oder öffentlichen Einrichtungen, in denen das Logo der Aktion "Gute Fee" im Schaufenster oder an der Türe klebt.
Wer steckt hinter der Aktion?
Die Aktion "Gute Fee" wurde 1999 im Stuttgarter Westen von ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Quartierwerkstatt Augustenstraße e. V. zusammengefunden haben, ins Leben gerufen. In Kooperation mit der Gemeinschaftsinitiative "Sicheres und Sauberes Stuttgart" wird diese Bürgeraktion in allen Stuttgarter Stadtbezirken etabliert.
Im Rahmen der Schwieberdinger Kommunalen Kriminalprävention (siehe separate Rubrik) wurde diese Initiative von der Gemeinde ausgehend gemeinsam mit dem Bund der Selbständigen Schwieberdingen (BdS) aufgegriffen. Insgesamt haben sich weit über 20 Gewerbetreibende in Schwieberdingen sofort zur Teilnahme an dieser Aktion bereit erklärt. Das Projekt soll die gegenseitige Nachbarschaftshilfe und Mitmenschlichkeit zwischen den Generationen - vor allem aber für Kinder - fördern. Damit lernen Kinder von klein auf, so wichtige gesellschaftliche Werte wie Hilfsbereitschaft, Toleranz und Verständnis für den anderen zu entwickeln.
Der Erfolg dieses Projektes basiert auf der Bündelung von hauptamtlicher Arbeit und ehrenamtlichen Initiativen und sollte sich nicht nur auf Kinder beschränken, sondern auch andere gesellschaftliche Gruppen wie beispielsweise Senioren mit einbeziehen. Es geht in erster Linie um kleine Gesten der Hilfsbereitschaft, die in unserer Gesellschaft heute nicht mehr überall selbstverständlich sind. Ob es nun ein Glas Wasser oder ein Pflaster in kleineren Notfällen ist oder die Aufmerksamkeit und spontane Hilfe in bedrohlichen Situationen, denen die Kinder nicht gewachsen sind. In solchen Fällen ist es für ein Kind besonders wichtig auf wachsame, verlässliche und vertrauenswürdige Partner zugehen und zählen können. Schon allein deshalb ist wichtig, dass die Kinder die teilnehmenden Firmen persönlich kennen lernen, um die erste Kontaktscheu zu überwinden.
Die Stärken des Projektes liegen vor allem darin, dass die Idee von sehr engagierten Ehrenamtlichen erdacht und auch weiter entwickelt wurde. Diesen gilt unser besonderer Dank, weil sie uns bei der Einführung der Aktion in besonderem Maße unterstützt haben: Axel Fricke, Geschäftsführer der Quartierswerkstatt Augustenstraße e.V., Edgar Hemmerich, Geschäftsführer des Fördervereins „Sicheres und Sauberes Stuttgart“ e.V. und Koordinator des Sachbereichs Kommunale Kriminalprävention bei der Stadt Stuttgart.
Zwischenzeitlich haben sich weitere Kommunen im Landkreis Ludwigsburg dieser Aktion angeschlossen.