Das Kleinaspergle

Das Kleinaspergle barg das jüngste Fürstengrab aus dem Bereich des Hohenaspergs und auch das jüngste frühkeltische Fürstengrab in Südwestdeutschland. Mit seinem 60 m Durchmesser und rund 8 m Höhe vermittelt es einen Eindruck von der Mächtigkeit dieser Grabmonumente. 1879 stieß man auf eine völlig ausgeraubte und leere Zentralkammer. Eine Nebenkammer beherbergte ein reich ausgestattetes Fürstengrab, das in die Jahre um 420 v. Chr. zu datieren ist. Die verstorbene Person hatte zahlreiche Schmuckstücke und ein Trinkservice bei sich. Zu den wertvollsten Schmuckstücken zählt der raffiniert gestaltete Goldblechbeschlag einer Gewandspange. Für die zeitliche Einordnung am wichtigsten sind zwei griechische Trinkschalen aus Ton, die um 450 v.Chr.in Athen hergestellt worden sind. Ein keltischer Kunsthandwerker hat sie noch zusätzlich mit Goldblechauflagen verziert. Die einheimischen Kunstwerke des Kleinaspergles markieren den Beginn des frühkeltischen Latènestils und sind deswegen weltberühmt.