Der Hohenasperg

Inmitten der Landschaft erhebt sich der Hohenasperg, der als Zeugenberg seine Umgebung um ca. 100 m überragt. Dieses Gebiet war seit der Jungsteinzeit (5500 – 3400 v. Chr.) gern aufgesuchtes und intensiv bewirtschaftetes Siedlungsland. Die archäologischen Reste der weiter zurückliegenden Zeiten sind heute weitgehend zerstört. Trotzdem besteht kein Zweifel, dass sich hier in der späten Hallstattzeit bis in die Frühlatènezeit (6. und 5. Jahrhundert v. Chr.) ein bedeutender Fürstensitz befand. Vergleiche mit anderen Machtzentren dieser Zeit, wie zum Beispiel der Heuneburg im Kreis Sigmaringen oder dem Mont Lassois in Burgund, stützen diese Annahme. Diese Höhenbefestigungen beherrschten das Umland mit seinen ländlichen Siedlungen. Zu diesen Dörfern gehörten Hügelgräberfriedhöfe, von denen zahlreiche bis heute erhalten blieben. Die Verstorbenen der Oberschicht erhielten hingegen Monumentalgrabhügel. Bemerkenswerterweise besteht zwischen allen Großgrabhügeln und dem Hohenasperg Sichtverbindung.