Keltengrab bei der Katharinenlinde

Das reich ausgestattete Frauengrab zählt nicht mehr – wie beispielsweise das Kleinaspergle – zu den Fürstengräbern im engeren Sinne. Bei den Ausgrabungen im Jahre 1935 gab es keine Hinweise auf ein Hügelgrab. Möglich ist, dass dieses Frauengrab bereits zu den sogenannten Flachgräbern zählt. War es zuvor Sitte gewesen, die Verstorbenen in bestehenden Grabhügeln zu bestatten, so änderte sich der Grabbrauch an der Wende vom 5. zum 4. vorchristlichen Jahrhundert. In der Grabgrube entdeckten die Archäologen ein schlecht erhaltenes Frauenskelett. Auf der Brust und bis zum Becken fanden sich drei Bronze- und zwei Eisenfibeln, welche die Funktion von Broschen hatten und die Gewänder zusammenhielten. Die Masken- und Tierfibeln aus dem Grab sind mit rosafarbenen Koralleneinlagen geschmückt.